HEINE-ZITATE: WER IST DEUTSCHLAND?




Denk ich an Deutschland ...


"Was lange wird, wird gut" - "Eile mit Weile" - "Rom ist nicht in einem Tag gebaut"- "Kommst du heut nicht, kommst du morgen" und noch viele hundert ähnliche Sprichwörter führt der Deutsche beständig im Munde, dienen ihm als Krücke bei jeder Handlung und sollten mit Recht der ganzen deutschen Geschichte als Motto vorangesetzt werden.

 

 

Jedes Volk hat seinen Nationalfehler, und wir Deutschen haben den unsrigen, nämlich jene berühmte Langsamkeit; wir wissen es sehr gut, wir haben Blei in den Stiefeln, sogar in den Pantoffeln.

 

 

Luther erschütterte Deutschland - aber Francis Drake beruhigte es wieder: Er gab im die Kartoffel

 

 

Deutsche - werden nich besser im Ausland, wie das exportierte Bier.

 

 

Über lang oder kurz wird in Deutschland eine Revolution beginnen, sie ist da in der Idee, und die Deutschen haben noch nie eine Idee aufgegeben, nicht einmal eine Lesart.

 

 

Es ist eine eigene Sache mit dem Patriotismus, mit der wirklichen Vaterlandsliebe. Man kann sein Vaterland lieben und achtzig Jahr dabei alt werden und es nie gewußt haben; aber man muß dann auch zu Hause geblieben sein ... Die deutsche Vaterlandsliebe beginnt erst an der deutschen Grenze, vornehmlich aber beim Anblick deutschen Unglücks in der Fremde ... Deutschland, das sind wir selber.

 

 

Nicht wo deutsche Eichen wachsen, ist Deutschland; Eichen sind nur große Holzklötze, woran im Sommer grüne Blätter hängen und Eicheln, läppisch kleine Früchte, allzu klein für einen so großen Baum und genießbar nur für Schweine. Das Deutschland der Vergangenheit mochte immerhin einen solchen Baum zu seinem Symbol wählen. Das neue Deutschland bedarf eines besseren Symbols, und seine Dichter und Künstler werden es schon ersinnen.

 

 

Leb wohl, deutsche Heimat, Land der Rätsel und der Schmerzen; werde hell und glücklich.




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