HEINE FUERS OHR






Lore-ley - Autograph von F. Silcher, nach 1838

Heine war ein Ohrenmensch. Seine im Grunde nervenschwache Konstitution machte ihn, der bereits als Student über lang andauernde Kopfschmerzen klagte, außerordentlich geräuschempfindlich. Als er 1848 zum hilf- und wehrlosen Pflegefall wurde, verstärkte sich diese Feinfühligkeit im selben Maße, wie es rings um ihn einsamer wurde. Nicht allein aufdringliches Klavierspiel in der Nachbarwohnung, auch die mit der Köchin zankende Ehefrau, Handwerker, das Gerassel der Kutschen auf dem Straßenpflaster – all das griff seine Nerven auf das Empfindlichste an.

 

Sein feines Ohr machte ihn für Musik empfänglich, wobei er die volkstümliche, liedhafte bevorzugte. Vor allem Mozart verehrte er ohne Abstriche. Und die Komponisten waren seit jeher für Heines liedhafte Lyrik empfänglich, bis heute gibt es rund 8000 Heine-Vertonungen und –Bearbeitungen. - Während die Rezitatoren auch den reflektiert-artistischen und den politischen Dichter zu ihrem Recht kommen lassen.

 

Diese Rubrik bringt Heines Werk in Rezitationen und Musikstücken mit zahlreichen Hörproben zum Klingen.

 

 

 

>>> Werk-Lesungen / Musik

 

 

>>> Heine-Hörstücke

 

 




To top





Anzeigen

 



Die schönsten Lieder für Klavier und Gesang






Heines beste Apercus